Die Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts vollzog einen linguistic turn: Philosophische Probleme wurden als sprachliche Probleme erkannt. Ludwig Wittgenstein formulierte zwei radikal verschiedene Sprachphilosophien. Im Tractatus (1921) vertrat er die Bildtheorie: Sätze bilden Sachverhalte der Welt ab. In den Philosophischen Untersuchungen (1953) verwarf er diese Theorie zugunsten des Gebrauchsbegriffs: Bedeutung ist Gebrauch. John L. Austin entwickelte die Sprechakttheorie: Sprechen ist nicht nur Beschreiben, sondern Handeln. Wenn jemand sagt Ich verspreche, führt er eine Handlung aus, nicht
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