Der Postkolonialismus als kritische Theorie analysiert die anhaltenden Nachwirkungen kolonialer Herrschaft in Wissen, Kultur und Machtstrukturen. Edward Said zeigte in Orientalism (1978), wie der Westen den Orient als das Andere konstruierte – exotisch, irrational, rückständig – und damit Herrschaft legitimierte. Antonio Gramsci prägte den Begriff der kulturellen Hegemonie: Die herrschende Klasse erhält ihre Macht nicht primär durch Zwang, sondern durch kulturelle Vorherrschaft – ihre Weltanschauung wird zur selbstverständlichen Alltagsvernunft aller Gesellschaftsmitglieder. Gayatri Chakravort
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